Die Playstation 3 ist ein Chip
Sony zielt bei der Entwicklung seiner geplanten Computerspielekonsole PlayStation 3 in eine ganz neue Richtung.
"Wir denken nicht über Hardware nach", sagte ein Sprecher der Sony-Tochtergesellschaft SCE, die die Konsole entwickelt und herstellt. Demnach könnte die künftige PlayStation nicht mehr die bisher bekannte Box sein, sondern nur noch in einem Microchip in Unterhaltungselektronik-Geräten bestehen, der Spiele und andere Anwendungen ermöglicht.
Betriebssystem wichtiger als Hardware
"Die ideale Lösung wäre ein Betriebssystem, das in all den
Geräten installiert werden könnte, auf denen man Computerspiele
starten kann", sagte der SCE-Sprecher. Der neue Prozessor werde in
einem gemeinsamen Projekt von SCE, Japans größtem
Microchip-Hersteller Toshiba und dem US-Computerkonzern IBM
entwickelt.
SonySony ist Videogame-Marktführer
Sony hat den weltweit größten Anteil an den etwa 30 Milliarden USD, die auf dem Videospiele-Markt jährlich umgesetzt werden.
Der Microchip soll SCE zufolge Geräten mit schnellem Internetanschluss die Übertragung von Filmen in hoher Auflösung ermöglichen. Die Idee sei, den Chip in Servern und in Unterhaltungselektronik einzusetzen, um die Rechnerleistung zwischen den vernetzten Geräten aufzuteilen.
Dies würde diesen die Leistungskraft etwa von IBMs "Deep Blue"-Hochleistungsrechner verleihen und damit Anwendungen wie Spiele, die Aufnahme von Filmen und das Herunterladen von Daten aus dem Internet ermöglichen. "Wir haben [...] Boxen hergestellt, die bestimmte Anwendungen leisten. Wenn man jedoch einen so leistungsstarken Chip hat, kann man jedes Gerät für Anwendungen nutzen", sagte der SCE-Sprecher.
Chip soll im Frühjahr 2005 fertig sein
Einen Termin für den Verkaufsstart der PlayStation 3 nannte Sony nicht. Erwartungen, die neue Konsole werde schon 2005 auf den Markt kommen, werden jedoch durch das Microchip-Projekt geschürt. Da dieses im Frühjahr 2005 beendet sein soll, vermuten Analysten, dass der Verkauf noch im selben Jahr beginnen könnte.
Konkurrenz schläft nicht
Die PlayStation 2 wurde seit ihrem Erscheinen im März 2000 über 33 Millionen Mal verkauft. Die Konkurrenz zwischen Sonys Playstation, Nintendos GameCube und Microsofts im vergangenen Jahr gestarteter Xbox ist allerdings groß. Im August erst ging der Preiskampf zwischen den Wettbewerbern in eine neue Runde.
Sony setzte den Preis für seine Playstation 2 für den europäischen Markt um 17 Prozent auf rund 249 Euro herab. Microsoft zog mit einer Preissenkung für die Xbox auf 249 von bislang 299 Euro nach. Nintendo hatte den Preis für den GameCube schon früher auf 199 Euro gesenkt.
