Rebellenfahndung per Textnachricht

Tschetschenien
14.08.2006

SMS rufen zur Niederlegung der Waffen auf

Die russischen Geheimdienste haben einen neuen Weg gefunden, wie sie tschetschenische Rebellen zu einer Niederlegung der Waffen aufrufen wollen.

Handynutzer in Inguschetien, das an Tschetschenien grenzt, bekommen seit neuestem Textnachrichten [SMS] von staatlichen Antiterrorbehörden.

SMS mit "Rückrufoption"

Darin werden sie aufgerufen, ein vorliegendes Angebot zur Niederlegung der Waffen im Gegenzug für einen fairen Prozess anzunehmen.

In der SMS sind vier Telefonnummern angegeben. Dort können die Rebellen, die für eine Unabhängigkeit von Russland kämpfen, anrufen, und mit den Behörden verhandeln. Ende September läuft eine Frist ab. Bis dahin haben die Aufständischen die Gelegenheit, ihre Waffen niederzulegen und in Verhandlungen zu treten.

Viele tschetschenische Kämpfer halten sich in Inguschetien auf. Russland hat seit der Tötung des Rebellenanführers Schamil Bassajew Mitte Juli den Druck auf die Rebellen erhöht.

(APA | Reuters)