Neuer Rückschlag für Powerline
Das Internet via Steckdose [Powerline] steht beim deutschen Energieriesen RWE einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Aus.
Die Aktivitäten würden zum 30. September beendet werden, berichtete die "Financial Times Deutschland" [FTD] unter Berufung auf den Geschäftsführer der RWE Powerline, Carsten Knauer.
Neben technischen Problemen mit dem Modem der Schweizer Firma Ascom wurden mangelnde Kapazitäten in zusammenhängenden Frequenzbereichen als Gründe genannt. Bei dem Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.
Bereits im Mai hatte RWE Powerline technische Probleme mit dem Modem als Grund genannt, warum das Internet via Steckdose noch nicht zum Produkt für den Massenmarkt geworden war. Nur 2.000 Kunden hätten gewonnen werden können, hieß es damals. Man sei aber in Verhandlungen mit potenziellen Kooperationspartnern. Ascom hatte indes technische Probleme bestritten und auf 60 Pilotinstallationen verwiesen, bei den die Technologie eingesetzt werde und stabil sei.
Rückschlag für Internet via SteckdoseProblem mit Frequenzbändern
Nach den Anschlägen am 11. September vergangenen Jahres seien zunehmend Frequenzbänder für Sicherheitsdienste wie den deutschen Bundesnachrichtendienst und Seefunk reserviert worden, hieß es in dem Zeitungsbericht.
Daher könne in der vorgesehenen Form die Powerline-Technologie nicht mehr etabliert werden. RWE Powerline hat nach den Angaben derzeit noch 34 Mitarbeiter. Eine Weiterbeschäftigung in anderen Konzernbereichen werde geprüft.
