Strategiespiele im Kommen
Mehr als 80.000 Menschen haben die erste deutsche Messe für Computer- und Videospiele "GC - Games Convention" in Leipzig besucht.
Die viertägige Veranstaltung habe der Branche wichtige Impulse gegeben, erklärte Hermann Achilles vom Verband der Unterhaltungssoftware Deutschlands [VUD]. Die hat sie auch dringend nötig: Spätestens seit dem Amoklauf von Erfurt kämpfen die Software-Anbieter mit einem überaus schlechten Image.
Ego-Shooter und Strategie-Games
Ego-Shooter im Stil von "Counter Strike" gehören mit zu den
gängigsten Spielen für Computer und Spielkonsolen. Daneben finden
immer mehr Sport-Simulationen und Strategie-Games das Interesse von
Spielern und Einkäufern.
Games ConventionStrategiespiele liegen vorne
Nach Meinung von Spieleentwicklern könnte sich damit sogar ein Trend in der Branche verstärken. Schon heute liegen Strategiespiele mit 33 Prozent in der Gunst der Käufer deutlich vor den Action-Games mit gerade einmal 15 Prozent. Künftig würden sie noch mehr an Bedeutung gewinnen, hieß es in Leipzig.
Generell klagt die Branche in Deutschland jedoch über Stagnation - nicht erst seit dem Amoklauf in Thüringen. In den vergangenen drei Jahren habe sich der Jahresumsatz von Video- und Computerspielen bei durchschnittlich 1,5 Milliarden Euro eingependelt. "Und das auf dem nach England zweitwichtigsten europäischen Markt", beklagt die Branche.
"Insider und Freaks" dominieren
Die Spielesoftware-Branche erreiche nur etwa 40 Prozent der Computerbesitzer in der Bundesrepublik. "Es ist kein Massenmarkt, noch dominieren die Insider und Freaks", meinte der VUD-Geschäftsführer Achilles.
Branche ist zufrieden mit GC-Erfolg
Dies zu ändern war eines der erklärten Ziele der "GC". Immerhin steht das Weihnachtsgeschäft vor der Tür, und die Hersteller von Spielen nahmen es auch gleich ins virtuelle Visier.
Die überwiegende Zahl der Aussteller und Besucher habe bereits angekündigt, im August kommenden Jahres wieder in Leipzig dabei zu sein, verkündete die Leipziger Messe. "Die GC verfolgt ein Konzept von der Industrie für die Industrie", meinte auch Oliver Kaltner von Electronic Arts. Mit der "einzigen Messe für die drei Zielgruppen Handel, Presse und Endverbraucher" sei man sehr zufrieden.
