03.09.2002

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Online-Broker Comdirect muss sparen

Nach dem Ende des Börsenbooms streicht die Comdirect-Bank fast ein Drittel aller Stellen.

Wie Vorstandschef Achim Kassow am Dienstag in Frankfurt am Main sagte, fallen beim zweitgrößten Online-Broker Europas 300 der zuletzt 1.029 Stellen weg. Der Abbau werde dabei voraussichtlich bis Mitte des kommenden Jahres vollzogen.

Die Commerzbank-Tochter hatte seit dem vergangenen Jahr bereits 430 Jobs gestrichen.

2001 Verlust von 160,6 Mio. Euro

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Netto-Verlust von 160,6 Millionen Euro ausweisen müssen. Im März hatte sich das Unternehmen daraufhin von seiner französischen Tochter getrennt und ist heute nur noch in Deutschland und Großbritannien vertreten.

Comdirect leidet wie alle Internet-Broker stark unter der Verunsicherung der Anleger. Diese wollten zu Zeiten der Börseneuphorie vor allem billig Wertpapiere kaufen oder verkaufen können.

Nach dem Ende des Booms verlangen viele Kunden nun wieder nach persönlicher Beratung.