Online-Broker Comdirect muss sparen
Nach dem Ende des Börsenbooms streicht die Comdirect-Bank fast ein Drittel aller Stellen.
Wie Vorstandschef Achim Kassow am Dienstag in Frankfurt am Main sagte, fallen beim zweitgrößten Online-Broker Europas 300 der zuletzt 1.029 Stellen weg. Der Abbau werde dabei voraussichtlich bis Mitte des kommenden Jahres vollzogen.
Die Commerzbank-Tochter hatte seit dem vergangenen Jahr bereits 430 Jobs gestrichen.
Wieder Gewinne ab 2004
Gestern hatte die 1994 gegründete Commerzbank-Tochter
angekündigt, ab 2004 jährlich 44 Millionen Euro einzusparen. Damit
will die Bank ab dem Jahr 2004 wieder Gewinne in Höhe von 50
Millionen Euro schreiben.
Comdirect2001 Verlust von 160,6 Mio. Euro
Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Netto-Verlust von 160,6 Millionen Euro ausweisen müssen. Im März hatte sich das Unternehmen daraufhin von seiner französischen Tochter getrennt und ist heute nur noch in Deutschland und Großbritannien vertreten.
Comdirect leidet wie alle Internet-Broker stark unter der Verunsicherung der Anleger. Diese wollten zu Zeiten der Börseneuphorie vor allem billig Wertpapiere kaufen oder verkaufen können.
Nach dem Ende des Booms verlangen viele Kunden nun wieder nach persönlicher Beratung.
