Siemens-Jobabbau teilweise retour
Eine vom Siemens-Betriebsrat ins Spiel gebrachte Teilrücknahme des konzernweiten Arbeitsplatzabbaus um 8.000 Stellen ist derzeit Thema beim Konzernmulti, jedoch keineswegs beschlossene Sache.
"Das ist unsere Zielgröße, das müsste machbar sein", sagte Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann am Montag und präzisierte damit Aussagen vom Wochenende. "Ich habe dafür noch keine Zusage der anderen Seite."
Kündigungsverzicht soll billiger kommen
Die Frage sei, ob das Management Entgegenkommen zeige und ein
Angebot vorlege. Andernfalls müssten an etwa 50 Standorten
Sozialpläne ausgehandelt werden. Dies werde den Konzern massiv Geld
kosten. Zudem müssten Kündigungsfristen eingehalten werden. "Bis das
ausgehandelt ist, ist das nächste Geschäftsjahr auch schon
gelaufen", resümierte Heckmann.
SiemensAusbau der Altersteilzeit
Am Wochenende hatte Heckmann in einem Zeitungsinterview erklärt, "wir gehe davon aus, dass für mindestens 8.000 Stellen die Streichungspläne zurückgenommen werden". Ein Siemens-Sprecher hatte einen Kommentar abgelehnt.
Heckmann sagte Reuters, die Teilrücknahme solle unter anderem durch einen Ausbau der Altersteilzeit erfolgen. Zugleich sollten mehrere Gesellschaften in einer Dienstleistungssparte zusammengefasst werden. Auf diese Weise ließen sich ebenfalls Einsparungen realisieren.
Zugleich räumte er aber ein, dass es in gewissen Bereichen durchaus einen Personalüberhang gebe. Für die Gespräche am 5. September rechne er mit einem Angebot des Vorstands.
33.400 werden abgebaut
Vor dem Hintergrund der Wirtschaftsflaute hatte Siemens 2001 den Abbau von 33.400 Stellen angekündigt, was in etwa sieben Prozent der gesamten Belegschaft entspricht. Die kräftigsten Einschnitte sollen dabei den Telekom-Bereich treffen.
