Vodafone plant feindliche Übernahme
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone bereitet nach Angaben der "Financial Times" eine feindliche Übernahme des französischen Mobilfunkanbieters SFR vor.
Vodafone wolle die Kontrolle über die Tochter des Vivendi-Konzerns übernehmen, berichtete die Zeitung am Montag. Analysten schätzten, dass sich die Offerte für SFR bis auf acht Milliarden Pfund [12,6 Milliarden Euro] belaufen könnte. Das Angebot könnte der "FT" zufolge ab Ende des Monats erfolgen.
SFR hat mit zwölf Millionen Kunden in Frankreich einen Marktanteil von 35 Prozent. SFR ist zu 80 Prozent in Besitz des französischen Telekommunikationsunternehmens Cegetel. Vivendi hält an Cegetel 44 Prozent, 26 Prozent werden von der britischen BT Group gehalten, 15 Prozent von der US-Gruppe SBC Communications und weitere 15 Prozent von Vodafone.
Vodafone will was von VivendiGelegenheit ab 23. September
Vodafone hält bereits 20 Prozent an SFR direkt. Der Zeitung zufolge passt die Minderheitsbeteiligung nicht ins Konzept des weltgrößten Mobilfunkanbieters, der auf den wichtigsten europäischen Märkten immer auf die mehrheitliche Kontrolle seiner Töchter gesetzt habe.
Derzeit verhindert ein Abkommen zwischen den vier Cegetel-Eignern noch einen Vorstoß von Vodafone. Demnach dürfen Beteiligungen nur mit der Zustimmung aller Aktionäre verkauft werden. Dieser Pakt läuft aber am 23. September aus.
