Linux-Erfolg bereinigt die Unix-Szene
Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass Linux einen "signifikanten" Marktanteil bei den Server-Betriebssystemen erlangt, allerdings erst in vier Jahren.
"2006 werden wir die ersten mittelgroßen und unternehmensweiten Linux-Installationen sehen", sagt Gartner-Analyst Matthew Boon. Bisher habe sich vor allem die Stimmung zugunsten des Open-Source-Betriebssystems verbessert.
40 Prozent glauben an große Zukunft von Linux
Gartner hat noch vor zwei Jahren bei einer Anwenderbefragung
festgestellt, dass nur sehr wenige IT-Profis Linux zutrauten, die
Fähigkeiten anderer verbreiteter Betriebssysteme zu erlangen. Jetzt
habe eine neue Umfrage ergeben, dass 40 Prozent der Meinung seien,
Linux besitze diese Eigenschaften.
Stars der IT-Branche setzen auf LinuxDurchmarsch von Windows verhindern
Der Effekt der Verbreitung von Linux wird laut Boon darin bestehen, dass es das Ende der vielen Unix-Derivate einläutet. Nur AIX von IBM, Solaris von Sun und HP-UX würden überdauern.
"Aber Linux wird Unix insgesamt nicht viele Marktanteile wegnehmen." Vielmehr werde es den Durchmarsch von Windows-Systemen in weniger anspruchsvollen Umgebungen behindern.
Boon: "Windows wird zulegen, aber nicht so stark wie es ohne Linux der Fall gewesen wäre." Eins jedoch könne die Verbreitung von Linux noch einmal bremsen: ¿.Net.¿
