Das Netz für Obdachlose
Der Londoner Bürgermeister Ken Livingston hat sich viel vorgenommen. Eines seiner Projekte ist kürzlich online gegangen: Eine Website voll mit Informationen für Obdachlose und deren Helfer.
Dass Obdachlose üblicherweise keine Netizens sind, wurde dabei nicht vergessen. Nicht nur sollen in Tageszentren und Herbergen Zugänge zur Verfügung gestellt werden, sondern die Informationen sollen auch an rund 250 öffentlichen Terminals, die bis Jahresende in ganz London errichtet werden, abrufbar sein.
Die derzeit bestehende Site ist erst der Anfang. In den nächsten drei Jahren soll das Angebot noch deutlich erweitert werden.
Ausgezeichnet
Bereits einen Monat nach Start des Angebotes wurde vom National
Information Forum eine Auszeichnung verliehen: Der "Getting the
Message Across"-Preis für "outstanding websites which empower people
through the use of information."
Homeless LondonKISS
Die ohne sinnfreie Animationen auskommende Seite stellt drei rhetorische Fragen: "What Service?" führt zu einer umfangreiche Liste von Hilfsangeboten. "Who for?" bietet zielgruppenspezifische Informationen während "Which borough?" die verschiedenen Dienste nach Bezirken auflistet und auch auf Stadtplänen darstellt.
Geplant sind weiters Foren, in denen Obdachlose, Hilfeleistende und sonst Interessierte diskutieren können.
Neben augenscheinlich sehr hilfreichen FAQs gibt es außerdem eine Suchfunktion. Auch eine Text-Only-Version wurde nicht vergessen.
