Geldstrafe für SMS-Spam
Der britische SMS-Spammer "Moby Monkey" ist nun zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 79.000 Euro verurteilt worden, nachdem bei der Aufsichtsorganisation über 200 Beschwerden eingegangen waren.
Viel mehr Handy-User dürften SMS-Nachrichten erhalten haben, die von einem gewonnenen "mystery prize" im Wert von rund 790 Euro erzählten. Man müsse nur eine Mehrwertnummer [Kosten rund 2,35 Euro/Minute] anrufen.
Das gleiche Unternehmen war bereits letztes Jahr zu einer Strafe von rund 31.000 Euro verurteilt worden, da man beim Vertrieb von Handy-Klingeltönen gegen Bestimmungen verstoßen hatte.
Die Aufsicht
Das "Independent Committee for the Supervision of Standards of
Telephone Information Services" ist eine von der Wirtschaft
finanzierte Organisation, die das Gebaren von Mehrwertanbietern
überwacht.
ICSTISEin Vermögen ausgeben, um "Preis" zu kriegen
Unter der Telefonnummer musste man zuerst eine Preisfrage beantworten, hatte also noch gar nicht gewonnen. Die Frage war allerdings nicht so schwer: "Wie heißt die neue europäische Währung?"
Wer dann noch seine Daten angab, erhielt schließlich den "Preis" - ein Gutscheinheft. Beim Buchen verschiedener Reisen kann man damit zwischen 90 und 200 Euro sparen.
Um also seinen Preis tatsächlich im versprochenen Ausmaß zu erhalten, müssten die "Gewinner" ein kleines Vermögen für verschiedene Reisen ausgeben.
"Moby Monkey" fühlt sich unschuldig und hat eine Berufung angekündigt.
