29.08.2002

UNKLAR

Kein erhöhtes Krebsrisiko durch Mobilfunk

In der Fachzeitschrift "Radiation Research" publizierte laut der Lobbygruppe Forum Mobilkommunikation eine Gruppe um die australische Wissenschaftlerin Tammy D. Utteridge die Ergebnisse einer zweijährigen Untersuchung zu Auswirkungen von Mobilfunkfeldern auf genmanipulierte Mäuse.

Ziel der Studie war es, mit verbesserter Methodik die 1997 von Michael Repacholi veröffentlichten Studienergebnisse zu überprüfen, so FM-Geschäftsführer Thomas Barmüller.

Umstrittene Methodik

Die australische Repacholi-Studie hatte mit ihrem Ergebnis für Aufsehen gesorgt, dass genmanipulierte Mäuse unter der Einwirkung von Mobilfunkfeldern häufiger an Krebs erkrankten.

Über 18 Monate wurde eine Gruppe dieser Tiere mit einem GSM-900-Signal befeldet, die übrigen Tiere dienten als Kontrollgruppe. Die Mäuse waren gentechnisch so verändert, dass sie sehr leicht Lymphknotenkrebs entwickelten. In der GSM-exponierten Gruppe war die Krebsrate verdoppelt.

Dieses Ergebnis erregte großes öffentliches Aufsehen, war jedoch in der Fachwelt umstritten. Dabei wurde Kritik an der Wahl der untersuchten Tiere (genmanipulierte Mäuse), aber auch an den Expositionsbedingungen geübt.

In der neuen Utterdige-Studie wurden nun bei ansonsten gleichen Bedingungen vier Mäusegruppen mit verschiedenen Expositionsstärken befeldet, um die Wirkung unterschiedlicher Dosen aufzudecken. In keiner der exponierten Gruppen wurde eine signifikante Zunahme von Tumoren im Vergleich zu der Kontrollgruppe beobachtet.