Nortel und Sun belasten US-Börsen
Der trübe Ausblick des kanadischen Telekom-Ausrüsters Nortel Networks sowie eine pessimistische Prognose der Investmentbank Goldman Sachs für den Computerkonzern Sun Microsystems haben die Kurse an der Wall Street am Mittwoch gedrückt.
Der Dow-Jones-Index verlor zum Handelsschluss 1,48 Prozent auf 8694,09 Punkte, die Technologiebörse Nasdaq gab um 2,48 Prozent auf 1314,38 Zähler nach.
Krise kostet insgesamt 65.000 Jobs
Nortel hatte angekündigt, seine Mitarbeiterzahl um weitere 7000
auf 35.000 zu reduzieren. Im Dezember 2000 hatte Nortel noch 95.500
Beschäftigte. Zudem werde der Umsatz im dritten Quartal wegen
geringerer Ausgaben der US-Telefon-Firmen um zehn Prozent schwächer
ausfallen als im zweiten Quartal. Die bisherige Prognose lautete auf
einen unveränderten Umsatz.
Nortel streicht weitere 7.000 StellenNortel verliert 15,5 Prozent, Sun 6,6 Prozent
Nortel-Aktien reagierten im New Yorker Handel im Verlauf mit Kursabschlägen von rund 15,5 Prozent auf 1,04 USD. Die Aktien des Konkurrenten Lucent büßten rund 10,6 Prozent auf 1,69 USD ein.
Die Titel von Sun Microsystems gaben rund 6,6 Prozent auf 3,96 USD nach. Nach Einschätzung von Goldman Sachs könnte das Unternehmen auf Grund der anhaltenden Schwäche im Informationstechnologie-Sektor die Gewinnprognosen der Analysten für das laufende Quartal verfehlen.
Halbleiterhersteller Semtech verlor 25,7 Prozent
Chipwerte standen ebenfalls unter Druck, was Händler unter
anderem mit der schwachen Umsatzprognose von Semtech erklärten. Der
Halbleiterhersteller erwartet auf Grund der schwachen
Kundennachfrage einen Umsatzrückgang im dritten Quartal. Die Aktien
brachen um rund 25,7 Prozent auf 14,05 USD ein.
SemtechWeitere Verluste bei TriQuint und Cirrus Logic
Die Titel des Chipherstellers TriQuint Semiconductor gaben rund 5,7 Prozent auf 5,45 USD nach. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, es habe sieben Prozent seiner Stellen abgebaut.
Die Aktien des Chipherstellers Cirrus Logic verloren rund zwölf Prozent auf 4,07 USD. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, für das zweite Quartal sei weiterhin mit einem Verlust zu rechnen.
