Musikexperte kritisiert Musikindustrie
Der Streit um Musiktauschbörsen im Internet und CD-Verkäufe geht weiter.
Jetzt wirft Jerry Del Colliano, Chef der größten US-Musikseite AudioRevolution, dem Verband der Musikindustrie [RIAA] vor, "eine ganze Generation vom Musikgenuss zu entfremden".
AudioRevolutionJugendliche würden 20 USD/Monat zahlen
Die Jugendlichen seien bereit, monatlich 20 USD für Musik und andere Unterhaltungsdienste auszugeben. "Die CD gehört zu einer aussterbenden Generation, heute sind DVD, Videospiele und Handys auf den oberen Plätzen", sagte Colliano.
Die Musikindustrie habe es versäumt, mit attraktiven Musik-Angeboten und technischen Lösungen konkurrenzfähig zu bleiben.
Colliano reagiert mit seinen Äußerungen auf eine Studie der RIAA, wonach der Umsatzrückgang bei den CDs im direkten Zusammenhang mit den Internet-Tauschbörsen stehe.
Halbjahresbilanz der RIAA
Nach Angaben der RIAA ist der Absatz von CDs im ersten Halbjahr
diese Jahres in den USA von 380 auf 369 Mio. Stück gesunken, was
einem Umsatzeinbruch um 5,1 Prozent auf 5,24 Mrd. USD entspricht.
RIAA macht Internet für sinkende Umsätze verantwortlich
