28.08.2002

AUSRÜSTER

Bildquelle: k

Kapsch tief in die Verlustzone gerutscht

Schwer getroffen hat die IT-Krise im vergangenen Jahr den Wiener Telekomausrüster Kapsch.

Wie aus der am Mittwoch in der "Wiener Zeitung" veröffentlichten Bilanz hervorgeht, ist das Traditionsunternehmen 2001 tief in die roten Zahlen gerutscht.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit [EGT] brach von plus 4,2 Millionen Euro auf minus 22,1 Millionen Euro ein, das Nettoergebnis verschlechterte sich von plus 3,3 Millionen Euro auf minus 28 Millionens Euro.

Wende schon angepeilt

"Das vergangene Jahr war ein schlechtes für die gesamte Branche. Wir sind dabei genauso getroffen worden", sagte Unternehmenschef Georg Kapsch am Mittwoch.

Als Grund für die Ergebnisverschlechterung nannte er vor allem hohe Restrukturierungskosten von 32,7 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 500 Mitarbeiter abgebaut. Zudem hätten Insolvenzen einiger großer Kunden zu "extremen Forderungsausfällen" geführt.

Für heuer strebt Kapsch wieder ein positives EGT an. Nach der im ersten Quartal 2002 weitgehend abgeschlossenen Restrukturierung könne man nun auch auf niedrigerem Umsatzniveau Gewinne schreiben, so Georg Kapsch weiter. Ein weiterer Personalabbau ist vorerst nicht geplant.