IT-Industrie braucht offene Standards
Die weitere Ausbreitung von Computernkomponenten in immer mehr Alltagsbereiche und damit auch die ökonomische Zukunft der IT-Industrien ist maßgeblich von der Existenz offener Standards abhängig:
"Der Tag, an dem wir überall von Computern umgeben sind, einschließlich unserer Kleidung, mag zwar noch weit entfernt sein", sagte der IBM-Technologe Mahmoud Naghshineh am Rande der Tagung "Pervasive 2002" in Zürich: "Aber wir kommen Schritt für Schritt voran."
Eine Voraussetzung dafür, dass Handys, PDAs und "unsichtbare Computer" in Haushaltsgeräten miteinander kommunizieren, sind laut Naghshineh allerdings offene Standards, die nicht mehr von einem einzigen Hersteller abhängen.
Kooperation gefragt
"Es gibt kein Unternehmen, das alle Lösungen anbieten kann. Das hat inzwischen fast jeder begriffen", sagte Naghshineh. Die Suche nach solchen Standards dürfe neben aller Begeisterung über neue technische Entwicklungen nicht vernachlässigt werden, um Enttäuschungen bei den Verbrauchern zu vermeiden.
"Wir müssen einen Schritt zurücktreten und sehen, wie alles zusammenpasst." Große Hoffnungen setze er dabei auf die Open Mobile Alliance [OMA], eine Initiative von Branchengrößen, die exierende Standards zusammenführen soll.
An OMA sind unter anderem IBM, Hewlett-Packard, Siemens, Microsoft, Vodafone und Nokia beteiligt.
Open Mobile AllianceAutos als IT-Hoffnung
Entscheidend für den Erfolg des "Pervasive Computing" [umfassendes Rechnen] ist laut Naghshineh auch, dass die Endgeräte klein, bezahlbar und Strom sparend konstruiert werden können.
Neben Internet-Zugang und Multimedia-Nachrichten auf dem Handy sieht Naghshineh Autos als eine der vielversprechendsten Anwendungsbereiche für vernetzte Computer.
