Österreichs Festnetzanbieter im Test
TÜV Österreich hat gemeinsam mit dem Linzer Telekommunikations-Unternehmen Digicom Österreichs Festnetzanbieter betreffs Dauer des Verbindungsaufbaus und Zuverlässigkeit der Verbindung unter die Lupe genommen.
Untersucht wurden zwölf in Österreich bekannte Einwahlnetze sowie die Telekom Austria, regionale Anbieter waren nicht integriert.
Im Schnitt sind gute Ergebnisse für alle untersuchten Anbieter zu verzeichnen.
Testkriterien
Im Kernpunkt der von April bis Juli 2002 laufenden Analyse stand
die Verbindungsaufbauzeit [Zeit vom Abschicken der Nummer bis zum
ersten akustischen Signal], die entsprechend dem ETSI Technical
Report [ETR] 138 nicht mehr als 30 Sekunden betragen sollte. Zweiter
Untersuchungsinhalt war die allgemeine Verfügbarkeit der Anbieter.
DigicomUTA am schnellsten
Die durchschnittliche Verbindungsaufbauzeit im nationalen Bereich bewegte sich zwischen 4,25 [UTA] und 5,55 Sekunden [Cybertron] international ergab sich eine Bandbreite von 3,94 [Colt] bis 6,47 Sekunden [T-Mobile].
Die Verfügbarkeit ergab innerhalb Österreichs Werte zwischen 99,76 [eTel] und 99,99 Prozent [UTA], international variierten die Ergebnisse von 98,93 [eTel] bis 99,96 Prozent [UTA].
Auffallend waren zum Teil starke "Ausreißer", minimale Werte unterschieden sich bis zu vier Sekunden vom Durchschnittswert, maximale überstiegen ihn in Einzelfällen bis zu 24 Sekunden.
Verbindungsaufbau mit Indien
Größere Unterschiede ergaben sich im Raum Indien, für den die Verbindungszeiten unter den Anbietern von 4,98 [eWave] bis 16,40 Sekunden [Telekom Austria] schwankten. Auffallend war auch das Ergebnis von 3U Telecom, die in die USA eine Verfügbarkeit von 100 Prozent erreichen konnte.
Tester sehen positive Entwicklung
Hugo Eberhard, Geschäftsführer der TÜV-Österreich-Gruppe, sieht in den Ergebnissen in Summe eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Auch Werner Hufnagl von Digicom beurteilt die Qualität in den Netzen insgesamt als "sehr gut".
Für den Nutzer soll die Untersuchung vor allem dazu dienen, Anbieter nach individuellen Ansprüchen auswählen zu können, so Hufnagl.
Über 700.000
Insgesamt wurden über die untersuchten Leitungen 711.133 Anrufe
getätigt, davon 303.529 national [ca. 23.300 pro Betreiber] und
407.604 international [ca. 31.300 pro Betreiber].
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