Der Letzte macht das Licht aus
Telefonica Moviles hat nach eigenen Angaben mit der "Umstrukturierung" der Belegschaft im deutschen Unternehmen der 3G-Gruppe begonnen.
Wie die spanische Tageszeitung "El Pais" berichtet, hat man sich bereits am Freitag mit Arbeitnehmervertretern über eine erste Reduktion der Mitarbeiter in Deutschland von rund 800 auf rund 350 geeinigt.
Noch heuer soll die Zahl der Beschäftigten unter 100 sinken.
Als "3G-Gruppe" werden die gemeinsam mit der [derzeit vor einer Übernahme stehenden] finnischen Sonera betriebenen Gesellschaften in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz bezeichnet, die sich dem Aufbau und Betrieb eines UMTS-Netzes widmen sollten.
Erster UMTS-Anbieter wirft das HandtuchHintergrund
In Österreich hält die 3G Mobile Telecommunications GmbH noch eine UMTS-Lizenz. Nicht nur war diese nicht billig gewesen, auch hat man bereits in technische Ausrüstung investiert.
Die Firma sucht inzwischen nach Abnehmern für den Switch und sonstiges Equipment.
In Deutschland hatte die Group 3G UMTS GmbH um viel mehr Geld [rund 8,5 Milliarden Euro] eine UMTS-Lizenz ersteigert und versucht, unter dem Markennamen "Quam" in den GSM-Markt einzusteigen. Man wollte beim UMTS-Start bereits über einen Kundenstamm verfügen.
Das operative Geschäft wurde allerdings vor rund einem Monat eingestellt, nachdem man allein im GSM-Bereich für jeden eingenommenen Euro rund fünf Euro ausgegeben hatte.
