Gateway legt sich mit Apple an
Der Computerhändler Gateway startet heute in den USA eine Anzeigenkampagne, die sich direkt gegen die Rechner von Apple Computer richtet.
In einem Produktvergleich unter dem Motto "Think Smarter" argumentiert der Hersteller aus Poway, Kalifornien mit den Vorzügen des Profile-4-PCs gegenüber dem iMac bei Preis und Leistung.
Mit der direkten Nennung der Produktnamen des Konkurrenten wird ein ungeschriebenes Gesetz der Branche gebrochen. Selbst Apple hatte in seiner laufenden "Switcher"-Kampagne, in der Nutzer von den Vorzügen des Wechsels vom PC zum iMac schwärmten, keine konkurrierenden Marken benannt.
Apple will PC-User bekehrenMehr Verluste bei Gateway
Gateway hat mehr Aufmerksamkeit durch etwas Medienrummel bitter nötig: Der Händler hatte im zweiten Quartal 2002 einen starken Umsatz- und Gewinneinbruch erlitten.
Der Verlust hatte sich von 20,786 Millionen USD im Vorjahresquartal auf 61,245 Millionen USD ausgeweitet, teilte das Unternehmen noch Mitte Juli mit.
Gateway war in der Vergangenheit für konservative Anzeigenkampagnen im schwarz-weißen Kuhmuster bekannt, in der man sich auf die Wurzeln des Unternehmens in South Dakota berufen hatte.
Der neue Profile-4-PC
Gateway startet mit seinem Profile-4-PC bei einem Verkaufspreis
von 999 USD, während Apples billigster iMac mit TFT-Bildschirm mit
1.299 USD ausgepreist ist. Im Profile 4 soll ein Pentium 4 arbeiten
und ein 17-Zoll-Monitor integriert sein. Der Gateway-Rechner kommt
im extraflachen "Platinum"-Design in Silber und Schwarz.
Gateway Profile-4-PCsGerüstet für etwaige Apple-Klagen
Die Kampagne ist dennoch für Gateway nicht ungefährlich, Apple-CEO Steve Jobs ist für seine Blitzklagen gegen Konkurrenten bekannt.
"Wenn Apple protestiert, sind wir gut vorbereitet", so Brad Shaw von Gateways Marketing-Abteilung.
Man stütze sich in dem Produktvergleich auf Daten von "eTesting Labs", einem Unternehmen, das unabhängige Produkttests durchführt.
IMac und Profile-PC im TestFirmenchef singt für Commercial
Schon im April sorgte ein Werbespot von Gateway für Aufregung.
In der Kampagne warb Gateway-Chef Ted Waitt als singender Trucker für das Recht auf die freie Kopie von Musikstücken: "Wenn ihnen dieses Lied gefällt, dann brennen Sie es auf CD oder laden es auf Ihren MP3-Player."
Der Spot erntete den Zorn der Musikindustrie, aber auch die Sympathie der User.
Der einminütige Werbespot
