Google spielt Online-Klickbetrug herunter
Während vor allem kleinere Unternehmen befürchten, dass sie bei der Online-Werbung durch Klickbetrug unnötige Summen bezahlen müssen, winkt der Online-Vermarkter Google ab und spielt das Thema herunter.
Der boomende Online-Werbemarkt wird in letzter Zeit immer öfter durch die Problematik des Klickbetrugs getrübt. Doch während Analysten über Klickbetrugsraten zwischen 20 und 35 Prozent berichten, spielt Google die Problematik herunter.
Auf solche Zahlen kämen laut Google nur Unternehmen, die ihrerseits mit Services Geld verdienen wollen, die vor Klickbetrug schützen sollen.
Google-Analyse widerlegt Zahlen
Deshalb hat der Internet-Gigant nun bei einer Konferenz zum Thema Suchmaschinen-Marketing eine technische Analyse vorgelegt, die laut Google grobe Fehler in der Methodik der Klickbetrugsberater aufdecken soll.
Damit würde bewiesen, dass die in Verbindung mit Klickbetrug genannten Zahlen meist reine Übertreibung seien.
Jeder Mausklick zählt
Suchmaschinenbetreiber und Werbevermarkter wie Google, Yahoo und Co. setzen jährlich Milliarden von Dollar mit Online-Werbung um.
Das meiste Geld fließt dabei über Werbelinks in die Taschen der Internetkonzerne, die im Zusammenhang mit bestimmten Suchwörtern angezeigt werden. Solche Werbeschaltungen, auch AdWords genannt werden auch auf Websites von Dritten geschalten. Die Höhe der dafür verlangten Gebühren richtet sich danach, wie oft die Links angeklickt werden.
Je nach Suchbegriff sind das für jeden Mausklick einige Cent bis hin zu Beträgen von mehren Dollar. Internet-Nutzer können so aus welchen Motiven auch immer die Werbekosten für einzelne Firmen in die Höhe treiben.
Schäden in Milliardenhöhe
Nach Schätzungen der amerikanischen Wirtschaft ist auf diese Weise in den vergangenen vier Jahren ein Schaden von mehr als einer Milliarde Dollar [778 Mio. Euro] entstanden.
In letzter Zeit bemühen sich deshalb die Anbieter verstärkt mit gemeinsamen Initiativen um mehr Transparenz bei den Online-Werbeklicks, um wieder mehr Vertrauen in die Online-Werbung zu erzielen.
Zuletzt hatten sich Google, Yahoo und Microsoft mit Ask.com, LookSmart sowie die Organisation Media Rating Council zusammengeschlossen, um gegen Klickbetrug vorzugehen.
Google hatte zuletzt auch angekündigt, seine AdWords-Abrechnung transparenter zu gestalten und genau aufzulisten, wieviele ungültige Klicks gezählt wurden.
(futurezone | APA | AP | InformationWeek)
