Fingerprints statt Reisepass
FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler macht in der "Presse" einen neuerlichen Vorstoß in Sachen Fingerprints.
Nach den Anschlägen vom 11. September des Vorjahres in den USA hatten sich die Freiheitlichen bereits für die Erfassung der Fingerabdrücke aller Österreicher stark gemacht. Dann hieß es, man wolle im Einklang mit der EU vorgehen.
Jetzt ist für Westenthaler der Zeitpunkt der Umsetzung gekommen: "Österreich soll sich an die führende Position setzen und in der EU eine Vorreiterrolle zur Einführung der Fingerprints übernehmen."
Biometrie-Debatte kommt in Österreich anMit dem Daumen durch Europa
Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] müsse in den entsprechenden Brüsseler Gremien die Erfassung von Fingerabdrücken von allen EU-Bürgern vorantreiben, fordert der FPÖ-Klubchef.
Der Fingerabdruck könne dann den Reisepass völlig ersetzen. Um durch Europa zu reisen, werde künftig der Daumenabdruck reichen - der Finger könne von einem Lesegerät überprüft werden. "Es sollen damit nur jene Daten abrufbar sein, die jetzt im Reisepass stehen", betont Westenthaler.
Den Vorteil dieser Neuerung sieht der FPÖ-Klubchef darin, dass dieses System zu 100 Prozent fälschungssicher sei und an den Flughäfen eine schnellere Abfertigung ermögliche. Das System habe aber nur Sinn, wenn alle EU-Staaten auf die Fingerprints umsteigen.
