Gespräche über Voicestream-Verkauf
Schon lange wird vermutet, dass es bei der US-"Enkelin" der Deutschen Telekom, Voicestream, zu Änderungen bei den Eigentumsverhältnissen kommen wird.
Nun hat DT-Interimschef Sihler erstmals bestätigt, dass bereits Gespräche über einen Verkauf von Voicestream laufen. In einer Pressekonferenz sagte er dazu, dass im Moment zwar noch keine konkreten Verhandlungen stattfinden würden, aber bis zum Jahresende eine Entscheidung fallen würde.
Voicestream, fährt zur Zeit eine ziemlich aggressive Strategie, um Kunden zu gewinnen. Hintergrund könnte sein, die Attraktivität für eine Übernahme zu steigern. Allein im zweiten Quartal konnte die Kundenkartei so um netto 526.000 Einträge vergrößert werden.
Voicestream Investor RelationsBrandingstrategie unklar
An sich ist geplant, Voicestream in ganz Amerika in T-Mobile umzubenennen. Bisher ist dies nur in einigen Teilmärkten erfolgt.
Ob nun an der Umbenennung, die nicht die erste in der Geschichte der Ex-Hutchison-Tochter Voicestream ist, festgehalten wird, ist unklar.
Mit dem Verkauf müsste der DT-Konzern jedenfalls einen ziemlichen Verlust verbuchen, hat man doch an die früheren Eigentümer rund 20.000 USD pro Kunden bezahlt. Es gilt als ausgeschlossen, dass bei einem Verkauf ein solcher Rekordpreis erzielt werden kann.
Dass Konkurrent Cingular, der 3.000 Mitarbeiter [7,5 Prozent der Belegschaft] abbauen will, an einer Übernahme von Voicestream interessiert ist, ist ein offenes Geheimnis der Branche.
