23.08.2002

"OPSECURE"

Bildquelle: Doc-Witness

Neuer Kopierschutz mit Smart Card

Die israelische Firma Doc-Witness hat einen Prototyp eines CD-förmigen Datenträgers namens "OpSecure" vorgestellt , der eine neue Generation im Kopierschutz anführen könnte.

Dabei werden hard- und softwareseitige Maßnahmen kombiniert. Die Technik soll mit gängigen CD- und DVD-Laufwerken kompatibel sein. "OpSecure" soll außerdem mit nur geringen Modifikationen in bestehenden CD-Fertigungsstraßen hergestellt werden können.

Kernstück der Entwicklung ist eine Smart Card, die Daten nur unter bestimmten Bedingungen freigibt

OpSecure

In der Smart Card werden die Signale verarbeitet. Wird der Zugriffsversuch als legitim eingestuft, wird der Entschlüsselungscode mittels einer Licht emittierenden Diode an die Leseeinheit des CD-Laufwerks geschickt.

Dies dürfte auch der Schwachpunkt der Technologie sein, da der Entschlüsselungscode an den Computer übermittelt werden muss und somit abgefangen werden könnte.

Mit der Technologie soll es auch möglich werden, die Anzahl der Computer, auf der eine legitim erstandene Software eingesetzt wird, einzuschränken. Wird beispielsweise eine Lizenz für fünf Computer erworben, verweigert die Smart Card beim sechsten den Dienst.

User-Identifikation

Zwar preist Doc-Witness das Produkt unter anderem damit an, dass Fernaktivierungen nicht mehr notwendig seien und dies die Privatsphäre des Kunden schützen würde. Andererseits sieht das Unternehmen aber gleichzeitig in der Online-Identifikation des Kunden durch eben die Smart Card ein Anwendungsfeld und Werbeargument.

Kopien möglich, aber nutzlos

Zwar soll es möglich sein, die Daten zu kopieren, ohne die Smart Card sollen sie aber auf Grund der Verschlüsselung nutzlos bleiben.

Auch Sicherheitskopien für den legalen Gebrauch würden mit OpSecure unmöglich - sofern man nicht den Entschlüsselungscode abfängt oder die Verschlüsselung knackt.

Über die maximale Speicherkapazität von "OpSecure¿, das ab Jänner 2003 in Serie gefertigt werden soll, wurde noch nichts bekannt.

Außerdem stellt sich die Frage, ob das Licht des Lasers ausreicht, um die Smart Card mit Energie zu versorgen, oder ob Energie in dem Datenträger gespeichert sein muss und dadurch seine Lebensdauer überhaupt begrenzt wird.