Telekomsektor im Zwischenhoch
Der Handel am Donnerstag brachte an den Börsen ein Zwischenhoch für viele Telekommunikationswerte.
Die Aktie von Ericsson hat am Donnerstag an der schwedischen Börse bei hohen Umsätzen um ein Viertel auf 8,75 Kronen zugelegt, nachdem bereits gestern ein Plus von 20 Prozent verzeichnet worden war. Auch im Xetra-Handel gab es ein Plus von zuletzt 25,33 Prozent auf nunmehr 94 Cent.
Dieser Ausschlag wurde offenbar durch Rückforderungen verliehener Ericsson-Aktien durch institutionelle Anleger ausgelöst. Andere Anleger hatten die Aktie ausgeliehen und sie in Spekulationsabsicht verkauft [short seller]. Nun sollten sie Papiere zurückgeben, die sie gar nicht [mehr] besaßen und waren gezwungen, sie kurzfristig einzukaufen.
Ercisson knapp, aber doch noch Penny-Stock
Ericsson war Ende Juli im Frankfurter Xetra-Handel und an der
Nasdaq im Kreis der Pennystocks aufgenommen worden. Händler
verwiesen zur Begründung auf die Rückstufung durch die Ratingagentur
Moody's, die die langfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens
als praktisch wertlos [Junk-Status] bezeichnet hatte.
Milliardenkredite für Ericsson gefährdetGerüchte um O2-E-Plus-Fusion
Die Aktie des Telekom-Konzerns mmO2 profitierte von Fusionsgerüchten und legte in London um elf Prozent zu. Im Wochenabstand hat das mmO2-Papier damit bereits fast 20 Prozent zugelegt.
Es wird gemutmaßt, das die deutsche Tochter O2 [ehemals Viag Interkom] in Bälde mit dem Mitbewerber E Plus [eine KPN-Tochter] fusionieren könnte.
Von der guten Stimmung angesteckt wurde auch die Vodafone-Aktie [plus vier Prozent].
Das letzte mmO2-Geschäftsjahr
Das britische Mobilfunkunternehmen mmO2 hat im ersten Jahr nach
seiner Verselbstständigung einen Vorsteuerverlust von 873 Millionen
Pfund [1,39 Mrd. Euro] verzeichnet. Dieses Ergebnis für das
Geschäftsjahr 2001/02 [per 31. März] entsprach den Erwartungen der
Analysten.
MmO2 mit Verlust von 1,39 Milliarden EuroMobilcom schießt nach oben
Die Aktie des schwer angeschlagenen deutschen Telekommunikationsunternehmens Mobilcom ist am Donnerstag im Handelsverlauf um bis zu 35 Prozent nach oben geschnellt.
Grund für die eher von Privatanlegern getätigten Käufe sind in Chatrooms lancierte Gerüchte, wonach die France Telecom den Aktionären nun doch ein Übernahmeoffert legen wird. In einer nächste Woche stattfindenden Vorstandssitzung von France Telecom soll dies auf der Tagesordnung stehen.
Als Indiz für eine baldige Offerte wurde gewertet, dass die Verhandlungen von FT mit Lieferanten über einen Teilverzicht auf deren Forderungen gegenüber Mobilcom weit fortgeschritten seien.
Firmengründer will dreifachen BörsekursFrance Telecom, Orange, KPN
In Paris ging es stark aufwärts für die France Telecom [mehr als zehn Prozent Plus] sowie deren Tochter Orange [plus 6,5 Prozent].
Alcatel gewann ebenfalls in Paris gar 13 Prozent.
Mit der KPN-Aktie ging es in Amsterdam elf Prozent aufwärts.
