22.08.2002

ZU TEUER

Bildquelle: MS

MS dreht an Xbox-Kostenschraube

Microsoft muss bei der Xbox-Produktion die Kostenschraube ansetzen. Weil die Absätze nicht wie erhofft laufen und die Produktion zu kostenintensiv ist, wird nun auch nach günstigeren Bauteilen für die Spielekonsole gesucht.

Ausgetauscht wird der Videochip für den TV-Output, der in der Produktion um einige Dollar günstiger sein soll als der bisher verwendete.

Auch das Motherboard der Konsole soll gegen eine kostengünstigere Version ausgetauscht werden, damit zumindest die Produktionkosten der Konsole möglichst gering gehalten werden.

Auch den Grafkchip will MS billiger haben. Ein Schlichtungsverfahren mit NVIDIA ist derzeit anhängig. Einen kostengünstigeren Video-Encoder-Chip "FS454" soll künftig die Firma Focus Enhancements liefern.

3,9 Mio. Stück verkauft

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Microsoft mit 1,1 Milliarden USD Verlust durch die Konsole. Bis 30. Juni hat MS bereits einen Verlust von 750 Millionen Dollar [772,25 Mio. Euro] eingefahren. Die Verluste sind zwar einkalkuliert, dürften sich aber dennoch über Erwartung entwickelt haben.

Mit 3,9 Millionen Geräten lag der Verkauf weit unter den anfänglichen Erwartungen. Ging man beim Start noch von optimistischen 4,5 bis sechs Mio. Stück aus, musste das Ziel bereits Mitte April auf 3,5 bis 4 Mio. Stück reduzieren.

Nun hofft man laut MS-Finanzvorstand John Connors, bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahrs, das im Juni 2003 ausläuft, "neun bis elf Millionen installierte Konsolen" rund um den Globus zu verkaufen. Das gelte aber nur, "wenn alles gut läuft".