RIAA zieht Klagen gegen Provider zurück
Die US-Musikindustrie hat ihre Klagen gegen einige Provider zurückgezogen, mit denen diese zur Sperrung des Zugriffs auf die Download-Seite Listen4ever.com gezwungen werden sollten.
Die Seite war in China gehostet und arbeitete als zentraler Server für ein kleines, aber gut sortiertes File-Sharing-Netz, in dem regelmäßig Alben vor ihrer eigentlichen Veröffentlichung erhältlich waren. Listen4ever.com ist jedoch seit Sonntag nicht mehr zu erreichen, wodurch die Klagen gegenstandslos wurden.
Plattenlabels klagen diesmal US-ProviderWiederholung wahrscheinlich
Die Musikindustrie hatte insgesamt 13 ISPs verklagt, darunter AT&T Broadband, Cable & Wireless, Sprint und UUNet. Die Medienunternehmen sahen sich zu diesem Schritt gezwungen, da die Seite mit dem Hosting in China dem Zugriff der US-Justiz entzogen war.
Der Identität des Betreibers konnten sich die Kläger lediglich als unbekannte Person aus der Nähe von Peking nähern. "Die Tatsache, dass der File-Sharing-Anbieter sich mit solchem Aufwand versteckt hielt, zeigt die Bewusstheit, illegal zu handeln - bei beiden, den Betreibern und den Nutzern dieses unautorisierten Netzes", sagte RIAA-Vorsitzende Hilary Rosen.
Die Musikindustrie befürchtet jetzt das erneute Erscheinen des Dienstes unter anderem Namen.
