Chip im Auge hilft Erblindeten
An der australischen New South Wales University ist ein "bionisches Auge" entwickelt worden. Nach Tierversuchen sind nun erste Versuche am Menschen geplant.
Das System kann Menschen, die beispielsweise auf Grund einer Netzhautentzündung erblindet sind, eine Art Sehvermögen zurückgeben. Für von Geburt an Blinde ist es hingegen nicht geeignet, da bei diesen die notwendigen Vernetzungen im Sehzentrum des Gehirns nicht angelegt sind.
Fühlen statt sehen
Die israelische High-Tech-Firma VirTouch hat eine spezielle Maus
für Blinde und Sehbehinderte entwickelt, die Benutzer Formen und
Bilder fühlen lässt.
Mit Blinden-Maus Computergrafik fühlenDie Funktionsweise
Das "bionische Auge" ist nicht ganz trivial. Hinter die Netzhaut wird ein Chip eingepflanzt, welcher mit dem Sehnerv verknüpft wird.
Die Person muss eine "Kamerabrille" tragen, welche das Gesichtsfeld des Trägers erfasst und die gewonnenen Bildinformationen per Funk an den Chip überträgt, welcher sie wiederum an den Sehnerv weiterreicht.
Beim derzeitigen Stand der Forschung ist lediglich eine für normalsichtige Menschen fast lächerlich anmutende Auflösung von zehn mal zehn Pixeln vorgesehen. Dies ermöglicht beispielsweise, eine offene Tür in einem dunklen Zimmer auszumachen. In Australien ist man aber optimistisch, die Auflösung bald erhöhen zu können.
