Neue Pentiums gegen neue Athlons
Der Kampf um Marktanteile am Prozessormarkt geht in eine neue Runde. Für die Konsumenten bringt dies drastische Preissenkungen und schnellere Prozessoren.
Am Mittwoch wird AMD zwei neue CPUs der Athlon-XP-Serie vorstellen. Die 2400+ [2 GHz Takt] und 2600+ [2,13 GHz] getauften Modelle sollen entgegen bislang kursierenden Gerüchten noch keinen Frontsidebustakt von 333 MHz unterstützen. Dieser soll aber bald nachgereicht werden.
Dafür soll die Hitzeentwicklung bei den neuen Modellen geringer sein, was ein deutliches Anzeichen für eine neue Core-Revision ist.
500, 1000
Am letzten Tag des vierten Monats im Jahre des Herrn
Neunzehnhundertneunundneunzig begab es sich ...
AMD führt K7 mit 1000 Megahertz vorNeue Formel
Seit rund einem Jahr benennt AMD seine Athlon-CPUs nicht mehr mit einer Nummer, aus dem sich der Prozessortakt direkt ableiten lässt, sondern mit einer vierstelligen Ziffernfolge, der ein Plus folgt. Die Zahl soll dabei angeben, wie hoch ein Intel-Prozessor getaktet sein müsste, um die gleiche Leistungsstärke zu erreichen wie das AMD-Produkt.
Bei den neuen Modellen hat AMD die Berechnungsformel geändert. Bislang galt: [[Prozessortakt mal 1,5] minus 500]. Nun gilt: [[Prozessortakt mal 1,5] minus 600].
Dadurch wird beispielsweise die 2-GHz-CPU nicht als "2500+", sondern als "2400+" auf den Markt gebracht.
Vielleicht bald ähnliches Marketing von Intel
Einigen Analysten zufolge dürfte Intel nächstes Jahr ebenfalls
Prozessoren mit einem eigenen "Rating" vermarkten. Grund dafür ist,
dass die CPU-Generation nach Pentium 4 bessere Leistung bei
geringerer Taktrate bringen soll. Um auch Kunden, die nur nach der
Hertz-Rate ihre Kaufentscheidung treffen, das neue Produkt verkaufen
zu können, dürfte der Branchenführer ein AMD-ähnliches Rating für
seine CPUs erfinden. Dabei hat Intel diese Marketingmaßnahme bislang
laut kritisiert.
Intel greift AMDs Model-Number anIntel reagiert
Die Reaktion Intels auf die Ankündigungen von AMD dürfte indes nicht lange auf sich warten lassen. Nicht nur sollen schnellere Pentium-4-CPUs früher auf den Markt geworfen werden, auch die Preise der älteren Modelle dürften früher gesenkt werden.
Am kommenden Montag werden neue Pentium-4-CPUs mit Taktraten zu 2,6, 2,66 und 2,8 GHz erwartet. Während zurzeit ein 2,53-GHz-Pentium-4 offiziell 637 USD kostet, soll er dann um 243 USD veräußert werden - ein Preisrutsch von fast 62 Prozent.
Das dann schnellste Modell [2,8 GHz] soll für 508 USD auf den Markt kommen und beim noch heuer erwarteten Launch des 3,06-GHz-Rechenkerns auf 401 USD preisgesenkt werden. Die dann schnellste CPU [3,06 GHz] soll wieder 637 USD teuer sein.
Zum 1. September werden auch die Preise für die weniger rasanten Pentium-4-Modelle gesenkt. Der 2,4-GHz-Vertreter soll beispielsweise statt derzeit 400 USD nur noch 193 USD kosten. Der langsamste Pentium 4 mit 1.7 GHz wird dafür aus dem Produktportfolio gestrichen.
AMD wird ebenfalls senken müssen
Alle diese Zahlen wurden, wie üblich, von Intel nicht bestätigt.
Ebenfalls üblich ist, dass AMD wenige Tage nach einer
Intel-Preissenkung bei den Preisen seiner Produkte nachzieht und sie
etwas unterhalb der jeweiligen Intel-Konkurrenzprodukte platziert.
Ob es AMD aber gelingen wird, in der Leistung und/oder beim
Preis-Leistungsverhältnis mitzuhalten, wenn der Pentium 4 die
3-GHz-Grenze überschritten haben wird, bleibt abzuwarten. Zuletzt
hat AMD jedenfalls mühsam errungene Marktanteile zum Teil wieder an
Intel abgeben müssen.
Intel gewinnt weiter Marktanteile
