Einführung der E-Card verzögert sich
Der Start der "E-Card", die künftig den Krankenschein ersetzen soll, verzögert sich auf Ende 2004.
Bei der Präsentation der Chipkarte vor einem Jahr hatte es geheißen, dass der Krankenschein spätestens kommenden Sommer der Vergangenheit angehören soll.
Die Einführung der Chipkarte dauert nicht nur länger als vorhergesehen, sie wird auch teurer. Ursprünglich war der Hauptverband von Investitionskosten von 66 Millionen Euro ausgegangen; derzeit beläuft sich diese Summe auf 78 Millionen
Grund für Verzögerung ist Erweiterung
Grund für die Verzögerung ist laut Hauptverband, dass der Chip
erweitert werden musste, auf Wunsch des Inhabers sollen darauf auch
Notfalldaten gespeichert werden können. Datenschützer warnen
allerdings vor dieser Möglichkeit, da sie praktisch wenig Nutzen,
dafür aber ein großes Mißbrauchspotenzial habe.
Warnung vor Notfalldaten-SpeicherungProduktion gesichert
Auch finanzielle Probleme des deutschen Mutterkonzerns des Chipkartenherstellers "EDS-Orga" drohten das Projekt weiter zu verzögern. Sogar eine Neuausschreibung wurde kurz in Betracht gezogen.
Doch laut Erich Nischelbitzer, einem der drei Geschäftsführer im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, ist die Produktion inzwischen gesichert. Die Firma EDS-Orga kann die Lieferungen gewährleisten.
Testphase Anfang 2003
Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass bis Ende Oktober 2002 ein
Prototyp im Hauptverband getestet wird. Falls alles funktioniert,
soll im 1. Halbjahr 2003 die Testphase in 80 burgenländischen
Arztpraxen anlaufen.
Hauptverband der SozialversicherungsträgerE-Card für alle kommt Ende 2004
Ende 2004 soll dann jeder Versicherte seine "E-Card" erhalten.
"Wir sind jetzt sehr sicher, dass wir diese Termine einhalten können", sagte Nischelbitzer.
