20.08.2002

HUTCHISON 3G, UMTS-Chronik vom November 2001 bis in die Jetztzeit weiter unten in den Links

Bildquelle: ORF.at

"Multimedia-Provider statt Telekom"

Was Hutchison 3G von den in den übrigen Inhabern einer UMTS-Lizenz unterscheide, sagt Konrad Mayr-Pernek, Marketing-Chef von Hutchison 3G Austria, sei gewissermaßen der "philosophische Ansatz".

"Wir sehen uns nicht als Telekom, also nicht als der fünfte Mitbewerber", so Mayr-Pernek weiter, "sondern als Multimedia-Provider". Starttermin sei das Frühjahr 2003, der Netzaufbau schreite wie geplant voran.

Viel mehr ist offiziell nicht aus dem österreichischen Ableger des Hongkonger Unternehmens herauszukriegen. Weniger offiziell kann man erfahren, dass der Personalstand durch intensives Recruiting schon deutlich über 200 Angestellte gewachsen ist.

Was H3G von den anderen UMTS-Betreibern in spe noch unterscheidet, ist, dass H3G ein so genannter "Greenfielder" ist.

Im Branchen-Rotwelsch bezeichnet dies einen Betreiber, der auf der grünen Wiese völlig neu anfängt. Damit hat Hutchison Whampoa allerdings so viel Erfahrung wie sonst kaum ein Unternehmen aus der Telekom- und Wireless-Branche. Und man hat dabei große Summen echten Geldes verdient.

Grüne Wiese, fette Geschäfte

Bei den beiden lukrativsten Deals in der Telekom-Geschichte, den Verkäufen von Voicestream und Orange war Hutchison jeweils maßgeblich beteiligt.

In beiden Fällen hatte man als Konsortium von lauter "Greenfieldern" ein eigenes Netz hochgezogen, verkauft und enorme Summen daran verdient.

Für umgerechnet 54,2 Mrd. Euro verkaufte eine Eigentümer-Konsortium, an dessen Spitze Hutchison Whampoa [20 Prozent der Anteile] stand, den US-Mobilfunkbetreiber Voicestream Wireless an die Deutsche Telekom.

30 Milliarden

Im Jahr davor hatte man einen Coup in ähnlicher Größenordnung mit dem Verkauf des britischen Mobilfunkers Orange an die deutsche Mannesmann gelandet.

Ende November 1999 wechselten 75 Prozent von Orange die Besitzer, der Deal war dreißig Milliarden Euro wert.