19.08.2002

TOO SLOW

Bildquelle: Intel

US-Kunden verklagen P4-Anbieter

Eine kleine Gruppe von PC-Besitzern hat in den USA nun Klage gegen die Hardware-Anbieter Intel, Gateway und Hewlett Packard wegen angeblich irreführender Werbung für den Pentium-4-Prozessor eingereicht.

50 Millionen Pentium-4-CPUs verkauft

Die Klage von bisher nur fünf P4-Besitzern könnte sich nach Angaben der Klägerseite auf eine unüberschaubare Anzahl von betroffenen Benutzern zu einer Massenklage ausweiten. Immerhin hat Intel nach Angaben von MicroDesigns seit dem Start im November 2000 etwa 50 Millionen Pentium-4-CPUs verkauft.

Eine Schadenssumme nennt die Klage nicht. Stattdessen beruft man sich auf geltendes kalifornisches Recht, nachdem jeder Kläger Anspruch auf ausreichende Wiedergutmachung hat.

Performance mittels Benchmarks belegen

Auskunftsfreudigere Analysten geben der Klage allerdings wenig Chancen. Rob Enderle von der Giga Information Group macht dafür vor allem den Umstand verantwortlich, dass die Klage den Herstellern nicht vorwirft, Benutzer über die MHz-Zahlen getäuscht zu haben. Vielmehr wird seitens der Kläger die tatsächliche Performance beklagt.

Der Knackpunkt sei, dass die Industrie sich auf die oft irreführenden MHz-Angaben eingeschossen habe und keine Benchmark-Angaben macht. Und solange die korrekte MHz-Zahl angegeben wird, könne man Intel in der Sache wohl kaum erfolgreich verklagen.

Es wäre auf jeden Fall im Sinne der Benutzer, die Performance von CPUs mit Benchmarks zu belegen statt mit den irreführenden MHz-Angaben.