Keine Privatsphäre für Arbeitslose
Der CDU-Wirtschaftspolitiker Lothar Späth hat vorgeschlagen, die Daten von Arbeitslosen ins Internet zu stellen, "am besten mit einem Video-Clip der Bewerber".
Die Persönlichkeitsprofile könnten dann Arbeitgeberorganisationen und Personaldienstleistern zur Verfügung gestellt werden, sagte Späth dem Kölner Wirtschaftsmagazin "impulse". So könne Schwung in die Arbeitsvermittlung gebracht werden.
Die Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform des Arbeitsmarktes hatte Späth dagegen zuvor abgelehnt.
Auch Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber bekräftigte sein Nein zu dem unter Leitung des VW-Managers Peter Hartz erarbeiteten Reformpaket.
Prof. Dr. h. c. Lothar Späth als PDFZentrale Speicherung
Kritik an Teilen der Hartz-Vorschläge kam von Datenschützern. Der Brandenburger Datenschutzbeauftragte Alexander Dix wandte sich in der "Berliner Zeitung" besonders gegen die vorgesehene zentrale Speicherung von Beschäftigungs- und Verdienstdaten aller Arbeitnehmer.
