18.08.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: Blizzard

Game-Nachschub für die Winternächte

Lange mussten Fans auf eine Fortsetzung von Warcraft warten. Eigentlich hätte "Warcraft III: Reigns of Chaos" [WC3] nämlich schon Ende 2000 erscheinen sollen, Release war schließlich Anfang Juli.

WC3 ist ein 3D-Echtzeitstrategie-Spiel aus der Kultschmiede Blizzard, die auch für Diablo und Starcraft bekannt sind.

Herausgekommen ist ein durchaus fesselndes Spiel mit RPG-Elementen, dass vor allem in der direkten Konfrontation mit anderen, menschlichen, Gegnern seinen Reiz hat, aber auch nervenaufreibend sein kann.

Basis muss entwickelt werden

Jedes Volk hat aber auch seine Helden und magischen Kräfte. Helden ziehen mit der Armee in den Kampf, erobern neue Gebiete und erlernen dabei neue Fähigkeiten.

Um die passende Armee dafür bilden zu können, muss die Entwicklungstufe der Stadt [Basis] vorangetrieben werden. Dadurch steigen die Angriffs- und Verteidigungsstärke der Einheiten und Basis.

Dies kann mitunter zu heftigen Stresssituationen führen: Während man auf der einen Seite versucht, seine Basis aufzubauen, kommt von der anderen Seite der Gegner herein und walzt alles wieder nieder.

Nicht ganz einfach ist mitunter auch die Kontrolle der zu befehligenden Heerscharen. Im Kriegsgetümmel kann der Überblick schon mal verloren gehen.

Das Erlernen der Shortcuts und Strategieüberlegung vor dem Spiel sind daher wärmstens zu empfehlen.

Training für den Ernstfall

In fünf Einzelspieler-Kampagnen kann der Spieler die Eigenheiten und Fähigkeiten der Völker kennenlernen, bis er bereit ist gegen neue Gegner anzutreten.

Die einzelnen Quests sind nicht von vornherein ersichtlich, sondern entwicklen sich mit und aus der Story, sodass die Kampagnen fast Adventure-Charakter haben. Auch eigene Kampagnen können erstellt werden.

Die Videosequenzen zwischen den Quests und die Sprachausgabe sind gut integriert und runden das Gesamtbild ab.

Wenn die Kampagnen [Training] geschafft sind kommt die nächste Stufe: Der direkte Kampf gegen menschliche Gegner über LAN oder Battle.net von Blizzard.

Zahlreiche Gegner für lange Abende

Während in den Kampagnen die diversen Techniken und Strategien geübt und erlernt werden können, ist beim Multiplayer höchste Vorsicht angesagt.

Wer zuviel Zeit auf den Aufbau seiner Basis anwendet, und dabei vergisst sich für den Kampf zu rüsten, könnte die ersten zehn Minuten nicht überleben.

Dafür gibt es bei Battle.net eine große Auswahl an menschlichen Gegnern. Beim fuZo-Lokalaugenschein waren 35.000 Beutzer in 4600 Spielen auf dem Server zugange.

Damit dürfte für reichlich Abwechslung für die wieder länger werdenden Abende gesorgt sein.