Geflügelter Roboter lernt das Fliegen
Wissenschaftler der Technischen Universität in Göteborg haben einen geflügelten Roboter entwickelt, der es binnen weniger Stunden geschafft hat, sich selbst das Fliegen zu lehren.
Krister Wolff and Peter Nordin bauten den Roboter. Er besitzt einen Meter lange Flügel aus Balsa-Holz, die mit Plastikfolie überzogen sind, und ist an vertikalen Schienen befestigt. Kleine Motoren erlauben der Maschine seine Flügel vor und zurück, sowie auf und ab zu bewegen und zu drehen.
Seine Macher gaben ihm über keinerlei Kenntnisse darüber, wie das Fliegen funktioniert.
Effektive Bewegungsabfolgen paarweise kombiniert
Ein Computerprogramm fütterte den Roboter mit Befehlen, 20 pro
Sekunde, die ihn anwiesen, seine Flügel manchmal garnicht, manchmal
in verschiedene Richtungen zu bewegen. Die effektivsten
Bewegungsabfolgen wurden vom Programm paarweise kombiniert und
wiederholt.
Chalmers University of TechnologyNach drei Stunden Technik gefunden
Zu Beginn zuckte der Roboter mit Flügeln nur unregelmäßig mit seinen Flügeln. Doch schrittweise machte er Bewegungen, mit denen er an Höhe gewann.
Anfangs erschummelte der Roboter sich ein paar Zentimeter indem er sich quasi auf die Zehenspitzen stellte, d.h. seine Flügel gezielt abstützte. Nach drei Stunden schließlich fand der Roboter eine effektive Flatter-Technik, bei der er seine Flügel mit 90-Grad-Rotationsbewegungen auf- und abschwang, so dass er einen Aufwärtsdrang erreichte.
Doch obwohl der Roboter sein Möglichstes vesuchte, hatte er keine Chance vom Boden abzuheben, da seine Erbauer ihm absichtlich zu schwache Motoren verpasst haben.
