NASA verliert Kontakt zu Satelliten
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat nach eigenen Angaben den Kontakt zu einem Anfang Juli ins All geschossenen Forschungssatelliten verloren.
Der für die Beobachtung von Kometen eingesetzte Satellit "Contour" hätte die Erdumlaufbahn verlassen sollen, hat dieses Manöver aber nicht bestätigt, teilte die NASA mit.
Immer wieder Ausfälle
Wenige Wochen vor Beginn des unbemannten Fluges der MIR im Jahr
1999 war die russische Raumstation durch ein Versehen der
Bodenkontrolle ins Trudeln geraten. Durch einen Fehler der
Flugleitzentrale wurde der zentrale Bordcomputer abgeschaltet. Das
Flugleitzentrum nahm die Panne gelassen, das System sei in den
vergangenen Jahren so häufig ausgefallen, dass es für die
Besatzungen bereits Routine sei, es wieder hochzufahren.
Bordcomputer der MIR irrtümlich abgeschaltetAlle Hoffnung ruht auf Backup-Programm
Die von der Bodenstation gesendeten Signale an den Bordcomputer des umgerechnet rund 160 Millionen Euro teuren Satelliten seien von dort nicht bestätigt worden.
Die Ingenieure seien aber "vorsichtig optimistisch", dass 24 Stunden nach dem Abbruch des Kontakts ein automatisches Backup-Programm starte, wie es in einem solchem Fall geplant sei.
Der Satellit war Anfang Juli in die Umlaufbahn geschossen worden. Er soll in den Jahren 2003 und 2006 aus einer Umlaufbahn von weniger als 100 Kilometern zwei Kometen beobachten.
Im Mittelpunkt steht nach NASA-Angaben die Erforschung der Kometen-Kerne. Diese seien vermutlich vor 4,6 Milliarden Jahren gefroren, zu einer Zeit, als die Planeten im Sonnensystem entstanden seien. Von der Erforschung der Kerne erhofft sich die NASA unter anderem Informationen über die Entstehung des Lebens auf der Erde.
Alles über den Satellit "Contour"
