16.08.2002

ILLEGAL

Bildquelle: ORF.at

Russen legen FBI Hackangriffe zur Last

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt den Agenten Michael Schuler der US-Bundespolizei FBI, sich illegal Zugang zu russischen Informationssystemen verschafft zu haben.

Der Agent habe im Jahr 2000 mit einem fingierten Jobangebot der Tarnfirma "Invita" zwei russische Computer-Hacker in die USA gelockt und angeheuert, die ihm dann unfreiwillig dabei geholfen hätten, in das Netz des FSB zu gelangen.

Illegale Methoden des FBI

Nach einer "Probearbeit" der Russen für ihre angeblichen neuen Jobs gewann die Bundespolizei mittels eines "Sniffer"-Programms Erkenntnisse über deren Passwörter, die anschließend vom FBI genutzt wurden, um in die Rechner in Moskau einzudringen.

Der FSB erklärte, sollten die Festgenommenen verurteilt werden, bedeute dies, dass sich die USA auch in Zukunft mit illegalen Methoden Informationen aus Russland und anderen Ländern beschaffen könnten.

Das Vorgehen des FBI sei schon durch den heimlichen Einsatz des "Sniffer"-Programms zum Ausspionieren von Passwörtern oder Passwörter-Strukturen unrechtmäßig.