DT-Chef will weiter Schulden abbauen
Der Interimschef der Deutschen Telekom, Helmut Sihler, rechnet für das erste Halbjahr 2002 bei dem Unternehmen mit einem Ergebnis im Rahmen der Erwartungen.
Sihler bekräftigte in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" das Ziel der Deutschen Telekom, die Nettoverschuldung bis Ende 2003 auf 50 Milliarden Euro abzubauen. "Bei 50 Milliarden Euro würden wir etwa eine Milliarde Euro Zinsen sparen."
Derzeit ist die Deutsche Telekom mit rund 67 Milliarden Euro verschuldet.
Noch kein Nachfolger in Sicht
Sihler war nach dem Abgang von Ron Sommer am 16. Juli für eine
Übergangszeit von sechs Monaten an die Spitze des Unternehmens
berufen worden. Derzeit habe man noch keinen Nachfolger für ihn
gefunden, sagte er. Der neue Vorsitzende müsse allerdings kein
Spezialist "für die gesamte Telekommunikation" sein. Auch ein
Manager aus dem Ausland sei denkbar.
"Pensionist" aus Österreich folgt Ron SommerZahlen kommen am 21. August
Für das Halbjahresergebnis erwarten 18 von Reuters befragte Analysten im Durchschnitt einen Zuwachs bei operativem Ergebnis und Umsatz.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände [Ebitda] liegt den Erwartungen zufolge bei 7,817 [Vorjahreszeitraum: 7,239] Milliarden Euro. Der Umsatz beträgt gemäß den Voraussagen 25,800 [VJ: 22,468] Milliarden Euro.
Für das zweite Quartal rechnen die Analysten beim bereinigten Ebitda mit einem Zuwachs auf 3,994 [Vj: 3,617] Milliarden Euro und beim Umsatz mit einem Anstieg auf 13,031 [Vj: 11,386] Milliarden Euro.
Die Telekom wird voraussichtlich am 21. August über die Entwicklung im ersten Halbjahr 2002 berichten.
