Intelligente Steine gegen Hochwasser
Eine Methode von britischen Wissenschaftlern könnte in Zukunft helfen, Hochwasser-Katastrophen besser vorherzusagen.
Die Wissenschaftler setzen seit längerem künstliche Steine ein, die Aufschluss darüber geben sollen, wann und warum es zu Gesteinsabtragungen an Küsten oder zu Überflutungen bei Flüssen kommt.
Die intelligenten Steine werden in den Flußbetten "ausgesetzt" und die Forscher erhalten so genaue Aufzeichnungen über die Gesteinsbewegungen.
Sediment-Bewegung
"Die Bewegung der Gesteinsschichten kann bei Flüssen zu einem
Verlust der Kanalkapazität und somit zu Überschwemmungen führen. Es
ist ökologisch und wirtschaftlich wichtig, diese Bewegungen zu
erforschen", erklärt der Forscher David Sear.
The "smart pebble"-ProjectMikrochip zeichnet jede Bewegung auf
Die künstlichen Steine haben die gleiche Größe, Gestalt und Dichte wie ihre natürlichen Vorbilder. Sie sind aus Granulat und enthalten eine Batterie und einen Mikrochip und sondern Funkwellen ab. Jeder Stein sendet ein eigenes Signal. So kann mit einem Detektor jederzeit festgestellt werden, wie tief welcher Stein liegt.
Um den Stein später wieder zu finden, senden die Wissenschaftler ein Signal aus, das von dem Stein empfangen wird. Dieses hallt auf einer bestimmten Frequenz nach, und so können die Wissenschaftler den Standort des Steins bestimmen. Ist der Stein geborgen, werden die aufgezeichneten Daten von dem Mikrochip in eine Datenbank übertragen.
"Durch dieses Logbuch können wir genau nachvollziehen, wann und wo sich die Partikel bewegt haben. Anhand der Strömung können wir berechnen, ob sich die Steinchen konstant oder ruckartig in eine oder mehrere Richtungen fortbewegt haben,", erklärt Sear.
So wollen die Wissenschaftler die Bewegungen besser verhersagen und bei Gefahr rechtzeitig ökologische Maßnahmen setzen können.
