Vivendi will Vermögen abwerten
Die Aktien des französisch-amerikanischen Medienkonzerns Vivendi Universal haben am Montag nach einem Pressebericht über mögliche Abschreibungen in Milliardenhöhe kräftige Kursverluste verzeichnet.
Die Papiere verloren am Vormittag an der Pariser Börse 3,24 Prozent auf 16,45 Euro und gaben damit stärker nach als der Gesamtmarkt. Händler sagten, neben anhaltenden Sorgen über den erwarteten Verkauf von Vivendis italienischem Bezahlfernsehsender Telepiu an den Konkurrenten News Corp. habe der Zeitungsbericht die Investoren zum Verkauf der Vivendi-Papiere motiviert.
Abwertung um einige Mrd. Euro
Zuvor hatte die französische Tageszeitung "La Tribune" berichtet,
das neue Management wolle die Finanzen des hoch verschuldeten
Konzerns stärken. Daher habe die Unternehmensspitze ins Auge
gefasst, in der für Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Bilanz
des zweiten Quartals diverse Vermögenswerte um insgesamt einige
Milliarden Euro abzuwerten.
Vivendi UniversalDie Zeitung zitierte einen Analysten mit der Einschätzung, Vivendi könne etwa sein Internet-Geschäft um 400 bis 500 Millionen sowie USA Networks um 1,5 Milliarden Euro abwerten. Andere Experten schätzten die Abschreibungen dem Blatt zufolge auf insgesamt drei bis fünf Milliarden Euro.
