Die Telekom ist größte IT-Firma
Die Telekom Austria [TA] bleibt das mit Abstand größte IT-Unternehmen Österreichs.
Obwohl die TA 2001 einen Umsatzrückgang von 5,5 Prozent auf 2,659 Mrd. Euro hinnehmen musste, liegt der Telekommunikationsriese bei einem aktuellen Top-500-Ranking der Fachzeitschrift "Computerwelt" weiterhin an der Spitze.
Dahinter folgt die IT-Sparte des Siemens-Konzerns mit einem Österreich-Umsatz von 1,57 Mrd. Euro. Philips Austria, deren Umsatz die Computerwelt auf 1,46 Mrd. Euro schätzt, wurde heuer erstmals gelistet und rangierte auf Platz drei.
Top-3-Mobilfunker in den Top 10
Die erstmalige Miteinbeziehung von Philips führte auch zu einer
Platzverschlechterungen um einen Rang bei der Mobilkom Austria [4.
Platz, 1,4 Mrd. Euro], T-Mobile Austria [5. Platz, 1,052 Mrd. Euro]
und IBM Österreich [6. Platz, 719 Mio. Euro].
Telekom AustriaNokia auf Platz 10
Zu den umsatzstärksten IT-Unternehmen Österreichs gehörten 2001 außerdem Connect Austria [7. Platz, 574 Mio. Euro], Gericom [8. Platz, 539 Mio. Euro] und HP Österreich [9. Platz, 391 Mio. Euro].
Verlierer des Jahres war Nokia auf Platz 10 mit 372 Mill. Euro. Ein Jahr zuvor hatte der finnische Telekomgigant in Österreich noch 523 Mill. Euro umgesetzt und war damit im Ranking 2000 noch auf Platz 6 gelegen.
CHI ist Aufsteiger des Jahres
Aufsteiger des Jahres 2001 war der Tiroler IT-Händler CHI, einer
der wichtigsten europäischen Vertriebspartner des US-Chipherstellers
AMD [Advanced Micro Devices]. CHI steigerte seinen Umsatz im
krisengeschüttelten Jahr 2001 um satte 103 Prozent auf 340 Millionen
Euro und belegte damit den guten 12. Platz im Ranking der
Computerwelt. Ein Jahr zuvor war CHI auf dem 23. Rang zu finden
gewesen.
CHISoftware vor Hardware
Große Wachstumschancen für die österreichische IT-Branche sehen die Experten des Magazins "Computerwelt" vor allem in den osteuropäischen Märkten. Die Firmen in den ehemaligen "Kronländern" geben sich nicht mehr mit "westeuropäischem Computerschrott" zufrieden, sondern steigen am liebsten gleich mit "State-of-the-art-Systemen" ein, hieß es.
Software sei auch im Jahr 2001 hauptverantwortlich für die Umsätze im IT-Sektor gewesen und habe für drei Viertel des gesamten Absatzes gesorgt. Laut einer Studie des Marktforschers IDC entfiel der größte Teil der IT-Umsätze auf 3A-Anwendungen [Autorisierung, Authentifizierung, Administration].
Stark nachgefragt waren außerdem Virenschutzprogramme und Firewall-Lösungen. In Zukunft sollen Lösungen für VPN [Virtual Private Networks] mehr an Bedeutung gewinnen.
