12.08.2002

NEXT GEN

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Neuer Anschluss für Festplatten

Das bisherige Dateninterface von Festplatten wird in den nächsten Jahren komplett von einem neuen Standard abgelöst.

Fast ein Jahr nach Verabschiedung des so genannten "Serial-ATA"-Standards erscheinen die ersten Geräte im Fachhandel.

Praktisch alle Hersteller von Controller-Karten haben bereits passende Produkte im Portfolio. Die Festplattenhersteller wollen ab Herbst ihre Laufwerke ausliefern.

Ethernet, USB und Firewire ebenfalls seriell

Parallele Datenübertragung bedeutet aus architektonischer Sicht eine große Anzahl an Adern und bei hohen Frequenzen auch eine gesteigerte elektrische Störanfälligkeit. Serial ATA macht es einigen erfolgreichen Standards nach, die ebenfalls auf dem Prinzip serieller Datenübertragung basieren. So arbeiten beispielsweise Ethernet, USB oder Firewire rein seriell, teilweise auch noch mit Hilfe von Kanalbündelung zur Erzielung höherer Transferraten.

Weniger Spannung

Darüber hinaus verwendet der Standard nicht 5, sondern zeitgemäße 0,25 Volt Spannung. Die Plattenmotoren können künftig nicht nur mit 12 oder 5, sondern auch mit 3,3 Volt bewegt werden.

Einziger Wermutstropfen derzeit ist die Verwendung von PCI-Controllern an sich - der Bus kann weniger Daten als Serial ATA transportieren. Erst mit dem nativen Einbau in das Motherboard [ab Frühjahr 2003] können höhere Geschwindigkeiten erzielt werden.