BBC-Computer angeblich ausgespäht
Die britische Regierung hat den Verdacht strikt zurück gewiesen, irgendwer könnte im Auftrag der Regierung die Computer von Reportern der britischen Rundfunk- und Fernsehanstalt BBC angezapft und ausgespäht haben.
Der Vorwurf geht zurück auf eine Buchveröffentlichung des renommierten BBC-Journalisten John Simpson, die jetzt im Auszug vom "Sunday Telegraph" veröffentlicht wurde. Darin heißt es, die BBC habe interne Ermittlungen vorgenommen, ob sich eventuell jemand aus Downing Street, dem Sitz des Premiers, Zugang zu den Rechnern der Anstalt verschafft habe.
Frühe Intervention
Einigermaßen überrascht hätten Journalisten der Anstalt nämlich
Anrufe von Regierungsstellen zur Kenntnis genommen, in denen sie auf
Argumente ihrer auf Computern verfassten Beiträge angesprochen
wurden, die aber noch gar nicht gesendet waren.
BBCInterne Sicherheitsermittlungen
Laut "Telegraph" bestätigten zwei BBC-Journalisten, dass es nach den Wahlen 1997 und dem Wechsel verschiedener BBC-Mitarbeiter in Regierungsdienste interne Sicherheitsermittlungen gab. Möglicherweise hätten die ausgeschiedenen BBC-Mitarbeiter ihre BBC-Passwörter mitgenommen, und die BBC hatte sie nicht rechtzeitig gelöscht, hieß es. Die BBC lehnte Auskünfte über interne Sicherheitsfragen ab.
Eine Sprecherin des Büros von Premier Tony Blair bezeichnete die Angelegenheit als "absoluten Müll und üblen Blödsinn".
