10.08.2002

AKTENSHARING

Bildquelle: ORF

Elektronische Akten im Regierungsbunker

In den kommenden Monaten wird ein großer Teil der österreichischen Verwaltung auf den sogenannten elektronischen Akt umgestellt. Das heißt, dass in Zukunft papierne Aktenberge in den Ministerien durch digitale Akte abgelöst werden.

Der erhoffte Vorteil für die Bürger: eine schnellere, transparentere Verwaltung.

Kritiker hingegen fürchten um die Sicherheit der Daten.

Mangel an Sicherheit

Von den Vorteilen des "elektronischen Aktes", der in elf Ministerien und dem Bundeskanzleramt Einzug halten soll, ist Roland Ledinger von der EDV-Abteilung des Bundeskanzleramtes überzeugt: "Der Sachbearbeiter [...] kann sofort einsteigen und die gesamten Informationen zum Akt begutachten."

Datensicherheit "in einigen Jahren"

Dazu kommt noch, dass die Republik die Kontrolle über ihre sensibelsten Daten aus der Hand gibt: Das Rechenzentrum, das die Datenströme des Elektronischen Aktes verwaltet, wird von einer privaten Betreiberfirma betrieben werden.

Die Datensicherheit werde bisher nur rechtlich vorgeschrieben, nicht durch technische Maßnahmen garantiert, kritisiert Kofler.

Im Bundeskanzleramt jedoch meint man, dass man sich in einigen Jahren auch technisch mit digitalen Signaturen absichern können wird, sodass der Betreiber keinen Zugang zur Information hat.

Zero Risk für Datensicherung

Gegen Datenausfall habe man sich hingegen schon jetzt abgesichert, wird versichert. Alle sechs Stunden werden alle Akten und Datenbestände über Datenleitungen in den Regierungsbunker in St. Johann im Pongau übertragen und abgespeichert.

Und zwar in einer sogenannten "Zero Risk" - Umgebung. So heißt eine Umgebung, in der es nach menschlichem Ermessen keine Pannen geben kann.