Gebrauchsanleitung für Info-Design
Die Sommerakademie des Wiener Instituts für Informationsdesign, die heuer zum Thema ¿Travelling the City¿ stattgefunden hat, überprüfte die multimedialen und konventionellen Informationsträger, die Wien-Touristen zur Verfügung stehen.
Die Ergebnisse werden Ende August in Form einer CD-Rom veröffentlicht. Diese macht dann eine "Travelling Exhibition" durch verschiedene Städte Europas.
Im Internet auf virtueller Reise
Internet-User und Touristen haben eines gemeinsam: beide sind
Reisende - die einen reisen durch die reale Welt, die anderen durch
eine virtuelle. Beide betreten häufig fremdes Terrain und sind auf
Information angewiesen. Wenn die Suche nach Neuem zu frustrierend
wird, bleibt nur die Heimreise oder der Klick auf den Home-Button.
Schuld daran ist nicht zuletzt das Informationsdesign.
Travelling the CityUsability-Check
Mit Informationsdesign am Screen beschäftigt sich auch "Usability Research", eine neue, lukrative Forschungsrichtung.
¿'Usability' ist wirklich ein objektiv messbares Kriterium, es ist nicht so ein 'ja es gefällt mir, es gefällt mir nicht'", so Verena Giller, Managerin von Cure, dem ersten Usability Research Center Österreichs.
Cure ist wie viele dieser Test-Centers aus dem akademischen Bereich hervorgegangen.
cure - center for usablity research and engineeringKritik an Usability-Tests
Maurizio Poletti, Artdirektor der Wiener Webagentur Nofrontiere, stellt fest, dass die Kunden im Vergleich zu früher immer anspruchsvoller werden.
Er zweifelt nicht daran, dass Usability in den Designprozess einbezogen werden muss. Doch die Allgemeingültigkeit und Objektivität, die dem Usability-Check zugesprochen wird, stellt er in Frage.
"Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Testpersonen einfach vor den Computer gesetzt werden und eine Website benutzen sollen, die sie nicht brauchen, an der sie kein Interesse haben. Sie surfen auf die Seiten, weil man es ihnen gesagt hat und nicht weil sie etwas suchen. Damit haben sie eine komplett andere Herangehensweise".
Wie man sinnvoll navigiert im Informationszeitalter, wie sich die Informationsflut bündeln lässt und wie man aus den elektronischen Helferleins tatsächlich einen Mehrwert bezieht, steht im Mittelpunkt der Sendung, in Informationsdesigner, wie Andreas Schneider, Professor am Institute for Advanced Media Art and Sciences in Japan oder Robert Swinehart, Professor für Design an der Carnegy Mellon University, Pittsburgh u.v.m. zu Wort kommen.
matrix - computer & neue medien
