09.08.2002

HALBJAHR

Bildquelle: One

One erstmals mit positivem Cash-Flow

Der drittgrößte heimische Mobilfunkanbieter One ist nach eigenen Angaben ausfinanziert. Das Unternehmen, das unter Connect Austria firmiert, hat im ersten Halbjahr 2002 mit plus 75 Millionen Euro [1. Halbjahr 2001: minus 111] erstmals in seiner vierjährigen Geschichte einen positiven Cash-Flow erwirtschaftet.

Die zu Beginn leicht rückläufigen Investitionen seien zur Gänze aus eigenen Gewinnen finanziert worden, sagte One-Finanzchef Christian Schrötter.

700 Millionen Euro für UMTS

Seit 1998 hat One 1,55 Mrd. Euro ins Netz investiert. Weitere große Investitionen kommen auf One mit der dritten Mobilfunkgeneration UMTS zu.

Insgesamt fließen dabei 700 Millionen Euro in den Ausbau der Netze. Dafür wurde eine Projektfinanzierung über 690 Millionen Euro abgeschlossen. Die Kredite will One ab Dezember 2005 zurückzahlen, bis 2009 soll die Rückzahlung abgeschlossen sein.

Mit UMTS am Massenmarkt starten wird One laut Schrötter voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2003. Ursprünglich hatte der Konzern einen Start bereits 2002 angepeilt. Nun soll zu diesem Zeitpunkt nur ein Pilotprojekt mit einigen Friendly Usern beginnen.

ARPU von 40 bis 50 Euro bis 2010

Den großen Geldregen erwartet sich One von den neuen Technologien allerdings nicht. Der durchschnittliche One-Umsatz pro Kunden [ARPU]

- derzeit bei 35 Euro - soll bis 2010 laut Businessplan nur auf 40 bis 50 Euro ansteigen.

Schrötter betonte aber, dass der eher konservative One-Businessplan nur auf Verbindungsentgelten aufgebaut sei. Tatsächlich hoffe man auch bei One auf Content-Umsätze und insgesamt auf einen ARPU zwischen 60 und 70 Euro.

1,6 Millionen Kunden

Im ersten Halbjahr 2002 hat One den Umsatz in einem stagnierenden österreichischen Mobilfunkumfeld um 9 Prozent auf 292 Millionen Euro gesteigert. Die Minutennutzung sei gestiegen. Die Gesamtzahl der Kunden [Mobilfunk, Festnetz, Internet] habe sich von 1,5 auf 1,6 Millionen erhöht, berichtete Schrötter weiter.

Die Zahl der One-Mobilfunkkunden stieg dabei leicht von 1,26 auf 1,3 Millionen. Den Marktanteil habe One damit von 19 auf 21 Prozent ausgebaut.

Gleichzeitig sei One der einzige heimische Mobilfunker mit mehr Vertragskunden [54 Prozent] als Wertkartenkunden [46 Prozent], betonte Schrötter.