09.08.2002

ABSTURZ

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Toshiba-Notebooks werden zu heiß

Desktop-CPUs in Notebooks sind wegen niedrigeren Preisen in Mode gekommen. Sie verbrauchen aber mehr Strom und entwickeln mehr Wärme als mobile Prozessoren.

Hersteller Toshiba muss sich deswegen in den USA gegen eine Sammelklage wehren. Die Notebooks werden zu heiß, bemängeln die Kläger.

Software-Fixes gehen auf Kosten der Performance

Die Anwaltsfirma Kiesel, Boucher & Larson LLP hat bereits im vergangenen Monat eine Sammelklage eingereicht. Das Notebook werde aufgrund eines Design-Fehlers zu heiß und stürze ab, heißt es.

Die Software-Fixes, die Toshiba bereits seit März anbietet verhindern laut den Anwälten zwar die Abstürze, das aber auf Kosten der Performance, was wiederum bei "der ultimativen Multimedia-Maschine" nicht hinnehmbar sei.

Hersteller liefern Low-Cost-Geräte

Alan Promisel, Analyst bei IDC sieht eine Trennlinie durch den florierenden Notebook-Markt gehen.

Business-Kunden würden in der Regel die teureren Notebooks mit mobilen Pozessoren kaufen, viele Konsumenten lassen sich aber von der Performance und dem günstigeren Preis der Desktop-CPUs täuschen. Das wiederum bringe die Hersteller in Versuchung, den Notebook-Markt als einzigen Lichtblick im schwächelnden PC-Geschäft mit Low-Cost-Geräten zu beliefern.

Die Probleme, die mit den vermeintlich günstigen Desktop-CPU einhergehen, seien von einigen Herstellern beim Wettlauf um ein Stück des verlockenden Notebook-Kuchens unterschätzt worden.