09.08.2002

MUSKELSPIEL

Bildquelle: fuZo

Plattenlabels klagen sich gegenseitig

Die Musikindustrie geht schon seit längerer Zeit rigoros gegen jegliche Verletzung ihrer Urheberrechte vor. Vorrangig stehen Tauschbörsen-Betreiber und Hersteller von Raubkopien im Visier der Plattenlabels und künftig sollen sogar einzelne User, die ihre Musik-Sammlung im Internet anbieten, rechtlich verfolgt werden.

Doch nun klagt man sich erstmals gegenseitig.

Emi reichte Klage gegen AOL Time Warner ein, da das Unternehmen Songs für das Turner Broadcasting Network und den Internet-Service AOL verwendet haben soll, ohne dafür Lizenzgebühren zu entrichten.

Alter Lizenzvertrag ohne Gültigkeit

Songs aus "The Wizard of Oz", "Singin' in the Rain" und weiteren klassischen Metro-Goldwyn-Mayer Filmen seien illegal verwendet worden.

Emi verlangt nun auf dem Rechtsweg eine finanzielle Entschädigung.

Ein alter Vertrag zwischen Emi und MGM/United Artists garantierte MGM limitierte Rechte an einzelnen Songs. Nach mehrmaligem Eigentümer-Wechsel ist MGM seit 1986 im Besitz von Turner Broadcasting Systems.

Turner wiederum gehört inzwischen zum AOL Time Warner-Imperium. Doch nach Meinung von Emi hat AOL Time Warner keinerlei Rechte mehr an den Songs, da diese nicht übertragbar waren.