Wertkartenhandys für Terroristen
Terroristen aus dem engeren Umfeld der Anschläge vom 11. September haben unter anderem mit Schweizer SIM-Karten in ihren Handys telefoniert.
Das Schweizer Bundeamt für Polizei [BAP] bestätigte einen entsprechenden Bericht des Schweizer Magazins "Facts".
Die BAP-Sprecherin machte jedoch keine näheren Angaben zu den Ermittlungen der Schweizer Bundeskriminalpolizei und nannte auch keine Namen von etwaigen Verdächtigen.
Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, die international funktionierende SIM-Karten weltweit verkaufen, ohne dass sich der Kunde registrieren lassen muss. Alleine von Swisscom sind rund zwei Mio. solcher Handys im Einsatz. Bei österreichischen Handynetzbetreibern [außer T-Mobile] ist bei Pre-Paid-Karten eine Anmeldung erforderlich.
BAPAnonym telefonieren
Durch den Wegfall der Anmeldung bieten die Schweizer Pre-Paid-Karten absolute Anonymität. Wer unerkannt telefonieren will, nimmt die Mehrkosten gerne in Kauf.
Den Polizeibehörden auf der ganzen Welt seien die anonymen Handy-Benutzer ein Dorn im Auge, schreibt das Blatt weiter. Das Pre-Paid-System ohne Kundenregistrierung wird von Swisscom, Orange und Sunrise angeboten.
Für die Schweizer Telefongesellschaften sind sie ein Riesengeschäft. Entsprechend verteidigen sie sich: Terroristen fänden auch ohne ihre Karten einen Weg, um zu kommunizieren.
