Nokia hält an Prognosen fest
Der weltgrößte Handyhersteller Nokia hält auch für den Fall einer weiteren Abschwächung der Wirtschaft in den USA und Europa an seinen Geschäftszielen für das laufende Jahr fest.
Die Nachfrage nach neuen Handymodellen werde eine mögliche Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds wettmachen, sagte Konzernchef Jorma Ollila vor US-Investoren. Neue Anwendungen wie MMS, Farbbildschirme und GPRS bzw. UMTS werden seiner Einschätzung nach die Nokia-Umsätze im zweiten Halbjahr stützen.
Steigender Absatz 2003
Der CEO rechnet im nächsten Jahr auch dann mit einem steigenden
Handyabsatz der Branche, wenn sich von den Handybesitzern nicht mehr
für einen Ersatz ihres momentan benutzten Gerätes entscheiden
sollten als in diesem Jahr.
NokiaErsatzzyklus beträgt 2,5 Jahre
Ollila schätzt den so genannten Ersatzzyklus beim Handy auf derzeit rund zweieinhalb Jahre. Das bedeute, dass Kunden, die sich derzeit ein neues Handy-Modell zulegen, ihr letztes durchschnittlich Anfang 2000 gekauft haben. Der Zeitraum habe sich wegen der konjunkturellen Entwicklung in den vergangenen zwölf bis 18 Monaten verlängert, sagte der Nokia-CEO weiter.
Nokia hat für das laufende Jahr einen weltweiten Handyabsatz von 400 Millionen Einheiten vorhergesagt, was einem Nullwachstum zum Vorjahr entspräche, in dem der Absatz rückläufig war. Nokia schätzt seinen Weltmarktanteil bei Handys auf 38 Prozent.
