07.08.2002

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Bildquelle: fuZo

US-Behörden verschlampen Notebooks

Ein Bericht des Generalinspekteurs des amerikanischen Justizministeriums lässt Bundesbehörden wie FBI, DEA [Drug Enforcement Agency] sowie dem US-Marshals Service, in wenig schmeichelhaftem Licht erscheinen:

Der Verbleib von mindestens 400 Notebooks ist unklar. Sie wurden anscheinend verlegt, verloren oder gestohlen.

Die DEA etwa habe eine derart schlampige Buchhaltung, dass sie die Zahl ihrer fehlenden Notebooks gar nicht genau beziffern könne, klagt Inspekteur Glenn Fine in dem 43-seitigen Bericht.

Zugriff auf geheime Daten

Die bloße Statistik lasse nun befürchten, dass zahlreiche sensible Informationen in unbefugte Hände gelangt seien.

Von den insgesamt 15.077 Notebooks des FBI beispielsweise seien rund 8.000 für die Speicherung als "Secret" oder "Top Secret" klassifizierter Informationen zugelassen.

"Das Ministerium muss die Kontrolle der Geräte und die Sicherung der darauf gespeicherten Daten verbessern", lautet Fines Fazit.

Bei diesem nicht ganz zufällig veröffentlichten Bericht der DEA handelt es sich - wie immer in solchen Fällen - um ein Stück gezielter Öffentlichkeitsarbeit durch US-Behörden, die ansonsten mit Daten wie Stellungnahmen extrem sparsam umgehen.

Wie weiters bekannt wurde, vermisst auch das Oberkommando der US-Armee im Bundesstaat Florida, das für den Afghanistan-Einsatz der USA verantwortlich ist, zwei Computer. Es seien Ermittlungen im Gange, sagte ein Militärsprecher. Er machte keine Angaben dazu, wofür die Rechner eingesetzt wurden und seit wann sie vermisst werden.