Vivendi überlegt Verkauf der Game-Sparte
Der finanziell angeschlagene Medienriese Vivendi Universal überlegt einen Verkauf seiner Game-Software-Sparte Vivendi Universal Games.
Ein Verkauf soll etwa zwei Mrd. Euro bringen, die dringend zum Abbau des mehr als 18 Mrd. Euro schweren Schuldenberges benötigt werden.
Konzern benötigt dringend Bargeld
Der Verkauf der Game-Sparte könnte für Vivendi-Chef Jean-Rene
Fourtou notwendig werden, weil sich der angekündigte Verkauf des Pay
TV-Senders Canal Plus hinzieht. Fourtou will den 44-Prozent-Anteil
an der französischen Telekomfirma Cegetel nicht verkaufen, weil
derzeit kein guter Preis zu erzielen sei. Der Konzern muss aber
dringend Bargeld auftreiben um seine Liquiditätskrise zu überwinden.
Liquiditätskrise bei Vivendi UniversalSega, Microsoft und Sony interessiert
Nicht nur das boomende Geschäft mit Computerspielen macht die Tochter zu einem begehrten Happen für potenzielle Käufer wie Sega, Microsoft oder Sony.
Zu der Spielesparte des Konzerns zählen die erfolgreichen Studios Blizzard, Sierra sowie Universal Interactive, das auf Spiele auf der Basis von Kinofilmen des Schwesterunternehmens Universal Studios spezialisiert ist.
Fourtou soll noch keine endgültige Entscheidung über den Verkauf der Spieletochter getroffen haben.
